Christen & Juden: Gemeinsam gegen den Antisemitismus
Leiterin dieses eindrucksvollen Hauses jüdischer Kultur, Prof. Dr. Diana Matut, begrüßte warmherzig die Gäste zum Neujahresfest Rosch HaSchana 5787, das die Jüdinnen und Juden weltweit vom 11. – 13. September gefeiert hatten.
Zu Beginn des dichten Programms stellte die Co-Gründerin und Vorsitzende des Projektes „Zweitzeugen“, Ruth-Anne Damm, ihr Projekt vor und wie die Erinnerungskultur von Überlebenden des Holocaust bewahrt und weitergegeben werden kann. Insbesondere an junge Menschen richtet sich die Initiative, die über die Erzählungen der Zeitzeugen selbst zu zweiten Zeugen bzw. Zeuginnen, somit zu Zweitzeug*innen werden, und sich gegen Antisemitismus und Diskriminierung im Heute einsetzen können.
Für die musikalische Begleitung sorgten die Sängerin Asisa Nasir, die mit ihrem ergreifenden Sopran die Gäste berührte, sowie der Pianist Christian Komorowski am Klavier.
Viele der rund 200 Gäste – die meisten waren zum ersten Mal in der Alten Synagoge – bedauerten, dass die Themen nur kurz angerissen, nicht in der gebührenden Tiefe behandelt werden konnten. Anspruch und Charakter der STADTGESPRÄCHE.ruhr ist, dass die Veranstaltung mit ihren Talkgästen in kurzen Gesprächsrunden lediglich Impulse geben möchte, die später beim entspannten Netzwerktreff im Gespräch, bei Essen und guten Getränken, mit den Impulsgebern vertieft werden können. Das Catering – selbstgekochte Köstlichkeiten – lieferten die Architekten Sharyar Azhdari und seine Frau Azadeh, in deren Kunstgalerie die STADTGESPRÄCHE letztes Jahr zu Gast waren.
Darüber hinaus gilt der Dank der Sparkasse Essen, der Winzergenossenschaft Mayschoss Altenahr, der Privatbrauerei J. Stauder, der Schlossquelle und der MSS Security Group.
